Pilgerwandern
Genf - Le Puy - Moissac - Col de Somport
Übersichtsplan

1. Etappe: (26.08.05) Von Genf nach Beaumont (16 km)

Fahrt mit der Bahn nach Genf.
Hier beginnt meine Pilgerwanderung. Im Stadtgebiet ist der Jakobsweg zwar markiert, die Markierungen sind aber meist nur in großen Abständen. Ich bekomme viele falsche Auskünfte, trotzdem finde ich meinen Weg. Nach dem Fluß L´Arve hilft mir ein Ehepaar, es fährt mich in seinem Auto zu einem Punkt am Rande von Genf. Dort ist die Markierung besser und der Weg leichter zu finden, etwa 2 km - Danke ! Ich gehe durch Neydens und kann meine Strecke auf einer Übersichtstafel sehen. Müde erreiche ich Beaumont und suche meine Unterkunft "Gite d'étape Fromagerie". Dort treffe ich den ersten Pilger, Walter, ca 35 jahre alt. Die Herberge wird von einem Deutschen geführt, der mit einer Französin aus diesem Ort verheiratet ist.

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2. Etappe: Von Beaumont nach Frangy (26 km)

Heute läuft es sich schon besser, ich komme gut vorwärts. Gegen 17 Uhr erreiche ich Frangy. Ich erkundige mich nach einem günstigen Quartier. Ein hilfsbereiter Franzose begleitet mich zur Information. Dort wird für mich eine günstige Gelegenheit gesucht - Camping Le Célestin-. Der gleiche Mann fährt mich mit seinem Auto ca. 2 km zurück. Die Übernachtung kostet im Wohnwagen 10 € (unfreundlich). .

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3. Etappe: Von Frangy nach Chanaz (34 km)

Ich wandere zunächst durch hügelige Landschaft, dann entlang der Rhone nach Chanaz.
Nobler Ort, teuer, kleine Eiskugel 1.30 €. Als Fußpilger ist man scheinbar nicht willkommen. Ich gehe müde zu meiner vorbestellten "Gite rural", bekomme bereits abends das sehr reichliche Frühstück, bezahle 35 €, finde es ok, ist zu empfehlen.

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4. Etappe: Von Chanaz nach St-Genix-sur-Guiers (35 km)

Etwas anstrengend heute, Aufstieg von 230 m auf den Mount Tournier mit fast 900 m Höhe, dann wieder Abstieg auf 300 m Höhe. Entlohnt werde ich immer wieder mit einem herrlichen Ausblick nach rechts auf das Rhonetal. Kurz nach der Chapelle de Pignieux in St-Genix-sur-Guiers gehe ich nach links zum Campingplatz "Camping d'Oasis". 20 € mit Abendessen und Frühstück, schlafe alleine im Wohnwagen. Prima!

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5. Etappe: Von St-Genix-sur-Guiers nach Le Pin (28 km)

Ich verlasse das Rhonetal. Wieder geht es bergauf und bergab, müde erreiche ich Le Pin. Hier wird "Übernachten im Stroh" angeboten. Ich begutachte die Möglichkeit, gleich neben dem Pferdestall - abzuraten !! Ich finde meinen Schlafplatz bei "Chambres et table d´hotes Christine Granges". Hier: spitze, Familienanschluss, Abendessen Fisch mit Reis, Gemüse, Nachspeise, sehr gutes Frühstück für 35 €. Absolut empfehlenswert !!

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6. Etappe: Von Le Pin nach Faramans (33 km)

Ich erreiche über Le Grand-Lemps, La Frette, Gillonnay, La Côte-Sans-André, Balbins endlich Faramans. Unterwegs habe ich keine Gelegenheit etwas Essbares zu kaufen. Gott sei Dank aber immer Trinkmöglichkeiten gefunden. Ich finde eine Schlafgelegenheit in einer Blockhütte. Der Besitzer spendiert mir eine warme Suppe. Die Übernachtung in der Blockhütte reizt mich, schon etwas besonderes.

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7.Etappe: Von Faramans nach Assieu (25 km)
Ich breche wieder sehr früh auf, will den Campingplatz "Camping des Nations" erreichen, er wurde mir empfohlen. Wieder wenig zum Essen, ich merke den Leistungsabfall. Ich gehe einen Bahnkörper entlang, alle 30 Minuten donnert der TGV über die Strecke, ich will ihn fotografieren, meine Kamera fällt zu Boden -defekt. Clonas erreiche ich nicht mehr. In Assieu gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit. Ich übernachte im Freien am Boden. Es wird zwar etwas kalt und der Boden ist hart - aber ich hab's überlebt.

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8. Etappe: Von Assieu nach Clonas (10 km)

Heute erreiche ich den Campingplatz in Clonas. Hier will ich mich erholen. Ich bekomme eine kleine Hütte mit Dusche und Kochgelegenheit. Zunächst nehme ich ein kurzes Bad im Schwimmbecken, lege mich auf mein Bett. Plötzlich krabbelt ein braunes Tierchen auf meinem Arm empor, dann das zweite. Ich nehme mein Pfefferspray und markiere die 4 Ecken des Bettes mit sehr wenig Spray. Hilft ja gegen Tiere :-). Ich merke nichts, aber scheinbar die kleinen Tierchen. Von allen Ritzen kommen sie hervor, eine wahre Invasion. Ich hole meinen Nachbarn, einen Franzosen, zu Hilfe. Zu zweit gehen wir zum Platzwart, der nimmt kurz einen Giftspray und meint: alles ok. Ich bin aber nicht einverstanden und bekomme einen Wohnwagen zugeteilt.
Meine Kamera macht zwar Probleme, aber mit zärtlicher Hilfe, z. B. beim Objektivausfahren, funktioniert sie (meistens).

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9. Etappe: Von Clonas nach Chavanay (12 km)

Heute plane ich eine kleine Tour. Mein nächstes Ziel: Chavanas. Ich übernachte in "Le relais du Pilat, ziemlich kleines Zimmer, 35 Euro.

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10. Etappe: Von Chavanay nach Bourg-Argental (28 km)

Wandere weiter nach St-Julien-Molin-Molette. Es ist sehr warm, will Essen in (unfreundlichem) Restaurant, bekomme aber nichts. Ich habe Orientierungsprobleme, werde hin und her geschickt. Wähle doch die Teerstraße und dann den Feldweg (ist wahrscheinlich kürzer, aber nicht offiziell) und erreiche Bourg-Argental. Bei der Tankstelle am Anfang der Stadt mache ich eine kurze Pause. Dann gehe ich zum Hotel - Restaurant du Lion d'Or. Wie kann eine Straße nur so lang sein ? Unterkunft empfehlenswert, sehr schönes Zimmer, sehr gutes Essen.

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11. Etappe: Von Bourg-Argental nach Montfaucon en Velay (32 km)

Habe Mitfahrgelegenheit bis zur Passhöhe (3 km, 550 m Höhenunterschied). Zunächst kurzer Weg auf viel befahrener Straße, 300 m, dann links sehr schöner Weg in Richtung Montfoucon, am Schluss wieder befahrene Hauptstraße. Ich erreiche Montfancon en Velay. Sehr schöne Gite d´etappe, Schlüssel gibt es beim Verkehrsamt, gute Kochgelegenheit, hier könnte man Ferien machen. Wir sind zu zweit: noch ein Franz (aus Linz - Österreich) pilgert.

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12. Etappe: Von Montfaucon en Velay nach Saint Jeures (21 km)

Breche mit Franz frühzeitig auf. Ein sehr schöner Weg führt durch Tence, sehr heiß. Franz will es bis nach Le Puy schaffen. Ich will mich aber noch etwas schonen und beschließe in Saint-Jeures zu bleiben. Gite d'etape Auberge du Lizieux, Place du Monument, sehr gut.

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13. Etappe: Von Saint Jeures nach Blavozy (15 km)

Diese Etappe ist ganz Pilgerweg. Herrliche Landschaft, urige Dörfer, man sieht schon die typischen Vulkankegel.
Ich will diese Etappe genießen. Es ist doch etwas früher dunkel geworden, will mir Zeit lassen und übernachte vor Le Puy.
Meine Unterkunft: "
Hotel L´abri" in Blavozy

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14. Etappe: Von Blavozy nach Le Puy (10 km)

Ich gehe langsam, genieße die Landschaft!
Gegen Mittag komme ich in Le Puy an und frage nach einer Unterkunft.
Ein junger Franzose zeigt mir den Weg zu meiner Unterkunft "Gite privè des Capucins". Nach dem Essen habe ich den restlichen Tag Zeit zur Erholung.

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Le Puy

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06.09.2007 Fahrt nach Le Puy
Komme um 19.40 mit dem Bummelzug an. Ich finde mich schnell in Le Puy zurecht, gehe zu meiner bekannten Gîte privé des Capucins, wo ich mich bereits telefonisch angemeldet hatte. Dort treffe ich die ersten Pilger, Erfahrungsaustausch. Von den Anwesenden treffe ich viele später immer wieder

15. Etappe: Von Le Puy nach Montbonnet (14 km)

Vervollständige meine Ausrüstung in einem Einkaufszentrum in Le Puy. Eine nette Frau geht mit bis zum Beginn des Jakobsweges, meine Gite ist auch Ausgangspunkt des Jakobsweges. Zunächst geht es 400 m aufwärts auf breitem Weg. Unterwegs treffe ich Jean Luc mit Freund und seinem Tragesel. Ich wandere über la Roche zur Templerkirche St. Christophe aus dem 12. Jh, weiter zur Rochuskapelle kurz vor Montbonnet, das ich kurz Uhr vor 5 Uhr erreiche. Ich will eigentlich eine weitere Gite erreichen, habe aber Probleme mit der Markierung und der einbrechenden Dunkelheit.
Fazit: Der erste Tag ist wie immer mühsam !

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16. Etappe: Von Montbonnet - Saint-Privat-d'Allier - nach Saugues (33 km)

Gutes Frühstück in der Gîte de France. Treffe wieder Jean Luc mit Esel. Ich unterhalte mich mit Münchner Ehepaar, das Urlaub im nahen Campingplatz verbringt. Bin zeitig in Manistral d'Allier und beschließe weiter zu gehen. Der Rücken schmerzt, ich unterschätze das Problem. Wieder hab ich einen weiten Anstieg, nicht schwer, aber immerhin 500 m Höhe. Der Aufstieg zieht sich hin. Auf der Autostrasse nach Sauges habe ich wieder starke Rückenschmerzen, ich erreiche "schief gebeugt" Centre d'accuel La Margerid 11 + 5 €. Im Zweibettzimmer leider mit einem extremen Schnarcher

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17. Etappe: Von Saugues nach Domaine de Sauvage (19 km)

Ich gehe durch schöne (Wald-)Landschaft, meist schattige Bäume. Nachmittags bekomme ich wieder starke Rückenschmerzen, kann nur schwer aufrecht gehen, gehe wieder links gebeugt, auch in der Gîte kann ich auch ohne Rucksack nicht richtig aufrecht gehen.
Übernachtung in Domaine de Sauvage: Gîte d´etape, viel Atmosphäre, Verkauf von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten, günstig, aber etwas kompliziert, man geht um den Bauernhof zum Quartier .

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18. Etappe: Von Domaine de Sauvage nach Les Estrets (20 km)

Hab keine Rückenschmerzen mehr !!!
Der Weg
führt südlich um den imposanten Gutshof (ursprünglich im Besitz der Templer) zur Paßhöhe Col de l'Hospitalet, wo ein Quelle vorhanden ist, deren Wasser bei Augenleiden helfen soll. Ab hier bin ich mit einer netten französischen Gruppe unterwegs, mit Simone, Yves, Denise, Jean, Francois, Bernard, Chantel, Marcel. Wir speisen vorzüglich im Restaurant de la Pax in St.Alban-sur-Limagnole. Mehrgängiges Menü, 11 €. Erreichen Les Estrets erst um 17 Uhr, Übernachtung im Gite prive
Fazit: Durchhalten, nicht aufgeben bei Problemen!

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19. Etappe: Von Les Estrets nach Rieutort d'Aubrac (26 km)

Wunderschöner Wanderweg auf der Hochebene (ca. 1200 -1350 m), wieder mit den französischen Pilger unterwegs bis Finieyrols, dann alleine weiter..
Übernachtung: Rieutort dÁubrac kurz nach Finieyrols: Gîte Lánge Gardien in mongolischer Jutte mit Matratzen, schon was besonderes !.

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20. Etappe: Von Rieutort d'Aubrac nach Saint-Chély-d'Aubrac (24 km)

Ich muss einen Umweg gehen, eine Teilstrecke ist wegen Seuche gesperrt. Der Weg geht über Nasbinals - Aubrac ( 1350m), zum Schluss mühsamer Abstieg nach Saint-Chély-d'Aubrac. War heute meist alleine unterwegs. Bei der Herberge treffe ich wieder die drei Schweizer (Toni, Hansruedi, Margrit)
Übernachtung: Saint-Chély-dÁubrac Gîte communal

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21. Etappe: Von Saint-Chély-d'Aubrac nach Espallon (22 km)

Wanderung durch einsame Gegend, verlassene Höfe. Ich gehe parallel zum Fluss Lot ab dem Städtchen Saint-Come-d'Olt, auch in den folgenden Tagen begleitet mich der Lot. Von hier mache ich Abkürzung auf der D6, breiter Seitenstreifen, nach Espallon. Sehenswert in Espallon: die alte Brücke und die Burgruinen Calmont-d'Olt aus dem 10. Jh
Übernachtung: Gîte détape comunal 5 Rue Saint Joseph

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22. Etappe: Von Espallon nach Golinghac (27 km)

Es geht wieder bergauf, 300 Höhenmeter haben es in sich. Die Strecke führt über Bessuéjouls und Estaing, das von einer mächtigen Burg überragt wird aus dem 15. Jh.. Mein Weg führt viel durch Wälder, hier muß ich sehr genau auf die Markierung achten: Wichtig immer vor (!) Wegkreuzungen: Sind Markierungen sichtbar? Wenn nein - den Weg genau merken, von dem man kommt!! Wenn auch auf der Wegkreuzung keine Markierung zu sehen sind, gleichen Weg zurück. Bei Zweifel ist es immer schön, wenn man plötzlich bekannte Pilger wieder trifft, wie hier kurz vor Golinghac: Denise und Maija !
Denise (Ireland) und Maija (Finnland), nice to meet you.
Übernachtung: Gîte communal Les Chalets de Saint-Jacques, am Campingplatz.

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23. Etappe: Von Golinghac nach Conques  (21 km) 

Günter aus Nürnberg (42 Jahre) Marathonläufer verlässt uns am Morgen - "laufend" (50 km täglich)
Heute wieder harte Tour, vor allem der Abstieg nach Conques. Steiler geht’s nicht!
Dafür bin ich im Mittelalter - Fantastisch: Basilika (Eglise Sainte Fuy), Kloster (Benediktiner). Im Kloster alte steinerne Wendeltreppe. Schönes gemeinsames Abendessen - wenn die Franzosen nur nicht so schnell reden würden - verstehe fast nichts- trotzdem überträgt sich die Stimmung
Übernachtung: Accueil Abbaye Sainte Foy, hinter der Kirche, herzliche Aufnahme im Kloster des Prämonstratenserordens

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24. Etappe: Von Conques nach Livinhac-le-Haut (24 km)  

Wiederhole: Heute wieder harte Tour, vor allem der Aufstieg von Conques. Steiler geht’s nicht! 350 m steil rauf, dann 450 runter nach Decazeville, größere Stadt, die ich aber nur zum Schluß kurz quere. Lerne Münchner Mathe-Professor kennen, der mit seiner Frau 7 mal schon auf span. Jakobsweg war. Die Kapelle Chapelle Saint-Roch gefällt mir sehr gut, leise Musik.
Gîte communal am Marktplatz: Zimmer sehr gut, ein wenig unfreundlich, kein Abendessen. Sonntag alle Geschäfte zu, ich kann mir was von der Herbergsmutter kaufen.

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25. Etappe: Von  Livinhac-le-Haut  - Figeac - nach La Cassagnole (ca. 25 km, ohne Abkürzung und Autostop 30 km ) 

Ich bin bis Figeac mit zwei Österreicher unterwegs Adolf und Christine (Gratz), zwei Spezialisten im Abkürzen und sehr gute Geher. Ich komme daher früh in Figeac an. Ich treffe wieder Günter, den Marathonläufer, er legte einen Tag Pause in einer Gîte ein - den Grund verstehe ich! Ich besichtige die Stadt und gehe dann weiter Richtung La Cassagnole. Kurz vor meinem Ziel komme ich in ein Gewitter. Ein Mann fährt mich mit Auto 2 km (nur, aber wichtig) zur Unterkunft. Es regnet und donnert den ganzen Abend, Die Mitpilger (hier nur Franzosen), meinen, dass es min. 2 Tage noch regnet. Anruf zu Hause, ich werde beruhigt, das Wetter soll am nächsten Tag besser sein.
Übernachtung: Sehr schöne Gîte d'etape mit herrlicher Gartenanlage.

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26. Etappe: Von La Cassagnole nach Cajarc  (ca 28 km, ohne Umweg 25 km)

Wetter: stark bewölkt, kein Regen!
Zunächst gehe ich durch Ferrières und Faycelles, hier schöner Blick über das Tal des Lot. In dieser Gegend heißen die Hügel übrigens pech, den Ausdruck findet man öfters in den Ortsnamen. Unterwegs treffe ich wieder Christine. 1,5 km nach dem Dorf findet man die erste Dolme. Bin so begeistert, das ich nicht acht gebe und die Markierung verliere. Ich gehe auf einer Haupstraße weiter, an einer Kreuzung frage ich einen Autofahrer, dieser gibt mir gute Auskunft. Ich gehe nicht auf dem GR 65 sondern auf Teerstraßen nach Cajarc.
Übernachtung: zunächst schaue ich mir die Gîte communal von außen an - gefällt mir nicht, ich gehe zur Gîte d'etape Le Pelerin - privat - gut. Treffe wieder Margret

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27. Etappe: Von Cajarc nach Veraire (24 km)

Zunächst gehe ich über Pech d'Andressac, überquere den Lot und komme nach Gaillac. Hier beginnt ein Kalksteinplateau mit Eichen-, Buchsbaum- und Wacholderbewuchs, viele verlassene Höfe. Treffe wieder Toni, Hansruedi und Margrit. Der Weg geht oft entlang von Steinmauern. Nach Limogne besichtige ich die Dolmen du Joncas und komme müde in Varaire an.
Übernachtung in der Gîte privé am Dorfplatz.
Abends sitzen alle Pilger beim Essen und Wein zusammen.
Halbpension: 28 €, Essen, Wein, alles prima! Spitze!

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28. Etappe: Von Veraire nach Cahors (32 km)

Bin wieder teilweise mit Toni, Hansruedi und Margrit unterwegs, sind sehr gute Geher, kann (gerade noch) mithalten. Der Weg geht über Bach nach Le Pech. Man unterquert eine Autobahn, dann weiter auf einen Hügel. Dann geht's wieder abwärts auf einem steinigen Weg; lange kein Kennzeichen - bin ich auf dem richtigen Weg? - ev. wieder zurück? - da treffe ich wieder kurz vor einer Abzweigung meine Mitpilger - die nächste Abzweigung ist wieder markiert. Über herrliche Hochebene mit interessanten Pflanzen erreichen wir Cahor, feiern in einem kleinen Lokal unsere Ankunft. Ich trinke ein Bier - brr steigt mir das in den Kopf!
Dann suche ich mein heutiges Quartier Gîte La Maison de Pèlerins

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29. Etappe: Von Cahors nach Lascabanes (22 km)

Ich fotografiere noch in der früh Cahors, Kathedrale, Brücke (Pont Valentré). Nach der Brücke führt ein sehr steiler Weg hoch zum Plateau. Oben werde ich eingeholt von Hansruedi, Toni und Margrit. Über Labastide-Marnhac und Montcuq erreichen wir Lauzerte. Ich verabschiede mich von den drei Mitpilgern, ich bin erschöpft.
Hallo Toni, Hansruedi und Margrit, es war schön, Euch getroffen zu haben!!
Ich erhole mich in der hervorragenden Gîte communal neben der Kirche. Abends gehe ich in die Pilgermesse mit Fußwaschung.
Das Abendessen in dem Kellergewölbe ist ebenfalls ein Erlebnis. Empfehlenswert !! Übrigens: Die Herbergsmutter spricht sehr gut deutsch!

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30. Etappe: Von Lascabanes nach Lauzerte (23 km)

Über Montcuq erreiche ich Lauzerte, viele kleine "Aufwärts" und "Abwärts". Wieder treffe ich mir bekannte Pilger. Unterhalb des Stadtzentrums von Lauzerte komme ich auf dem ausgewiesenen GR 65 zu der mir empfohlen Gite.
Übernachtung: in der neuen Gite von Bernadette et Michel Reversat, prima Essen, gratis Internet, nette Herbergseltern, sehr zu empfehlen!
Die Gite communal soll sehr hellhörig sein!

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31. Etappe: Von Lauzerte nach Moissac (26 km)

Morgens wenig Regen
Ich nehme eine Abkürzung nach Durfort - Autostraße, kein oder wenig Seitenstreifen, aber auch wenig Autoverkehr. Nach Durfort gehe ich zunächst auf oder neben einer Autostraße, dann links den ausgewiesenen GR 65. Ich will zeitig in Moissac Bahnhof wegen der Fahrkarte sein. Ich bin müde, frage kurz vor Moissac 3 mal nach jeweil ca 15 Minuten Autofahrer (geteerter Waldweg): "wie viele km nach Moissac?" Antwort jeweils: "5 km". Das gibt's doch nicht! Dann doch: 2 km. Autofahrer urteilen scheinbar anders als müde Pilger. Ich erreiche endlich den Bahnhof Zeit 13.55 Uhr, Bruchbude - in einer Baracke ist der Schalter! Schalterschluss: 14.00, das war knapp. Die Beamtin ist nahezu überfordert: Bahnkarte 50, Railplus. Nach vielen dienstlichen Telefonaten erhalte ich mein Ticket. Ich geh (zurück) zur Stadt, besichtige die Abteikirche Saint-Pierre und das Kloster. (Kreuzgang)
Um 19 Uhr suche ich die Gite d`étape Ultreia (neben Bahnhof) auf - mein Zug fährt erst um 21.27 Uhr. Auch hier treffe ich nochmals mir bekannte Pilger

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26.08.08 Fahrt nach Moissac
Nach einer unruhigen Nacht im lauten Schlafwagen komme ich mit dem Zug um 18 Uhr an.

Habe schon etwas Bammel. Mein Rückenleiden hat sich etwas verschlechtert. Der Wetterbericht hat schönes Wetter, aber hohe Temperaturen vorhergesagt!!

Begebe mich sogleich in die Gite d`étape Ultreia, in der Nähe des Bahnhofs.

Der Herbergsvater, ein Ire, kennt mich noch vom letzten Jahr. Stolz zeigt er mir seinen Sohn. Er gibt mir viele Hinweise, um den Weg zu erleichtern


32. Etappe: Von Moissac nach St-Antoine.
Der Herbergsvater fährt mich ca. 6 km außerhalb der Stadt zu einer günstigen Stelle - gratis - nimmt kein Geld. Ich schultere meinen Rucksack, da biegt ein alter Renault in meinen Weg - der Fahrer kurbelt die Scheibe runter, er bietet mir eine Tasse Kaffe an. Er baut kurz einen Tisch auf - ich will zahlen. Wieder Gratis. Er erzählt mir, er würde gern den Jakobsweg gehen, kann aber aus gesundheitlichen Gründen nicht - und hilft so den Pilgern.

Ich hab den Eindruck, die reale Welt verlassen und in einer heileren Welt angekommen zu sein
Zunächst schattig, dann heiß, kein Schatten. Teerstraße. Komme gegen 15 Uhr in Saint Antoine an
Übernachtung in der Gite Mme Dupont. Die Herbergsleiterin erklärt mir den Gebäcktransport: Ich erleichtere meinen Rucksack um ca. 4 kg, lege dies in einen Plastiksack, ein Umschlag dran mit 8 Euro.
Mein Rucksack wiegt nur noch 6 kg! Nachteil: ich kann mein Etappenziel nicht mehr kurzfristig ändern

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33. Etappe: Von Saint Antoine nach Lectoure.

Treffe einen Radler aus Passau, (hat im der gleichen Gite übernachtet - hat am Vortag 99 km zurückgelegt); im Gespräch stellt sich raus, dass wir in der gleichen Firma gearbeitet haben. Immer wieder treffe ich auch den lustigen Belgier.In Miradoux besuche ich das Haus von Therese, die die Pilger umsorgt-
Ich überhole eine Pilgergruppe vom bayerischen Pilgerbüro -> ganz schön teuer, dafür aber Übernachtung im Hotel
Unterhalte mich kurz mit einer netten Dame aus Freising
Kurz vor Lectoure geht es mühsame eine Anhöhe rauf - bin in einer größeren Gruppe gelandet, die sich automatisch nach den reservierten Gites sortiert
Übernachtung in der Gite Occidane, geleitet von der jungen Isabelle als "Herbergsmutter". Ein Zimmer mit 6 Etagenbetten und fleißigen Schnarchern!

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34. Etappe: Von Lectoure nach Condom
Unterhalte mich unterwegs mit einer netten Dame aus Paris
Condom ist eine größere Stadt, mit herrlicher Kathedrale. Übernachtung in der Gite de France Nähe Krankenhaus. Herbergsvater ist Deutscher, der auf Pilgerwanderung seine Frau kennengelernt hat Einzelzimmer, prima !!
Geneviève, schön, Sie getroffen zu haben!.

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35. Etappe: Von Condom nach Lamothe

Ich bin schon auf der Abkürzung Lacoste - Lamothe unterwegs. Ich versuche ein Foto zu machen, rutsche aus und hole mir einen Bluterguss an der rechten Augenbraune
Ein Bauer in der Nähe fuhr mich mit dem Auto zu meinen nächsten Ziel
Besitzer der Gite ist wieder ein Deutscher - mehr ein Aussteiger - Fritz, vom Beruf Krankenpfleger - er verbindet meine Wunde, die stark blutet..

Abends kommen noch drei Gäste: Martin aus Amberg, Leo aus der Nähe von Regensburg, Bernhard aus St. Anton / Tirol

Wieder ein Einzelzimmer! Prima! Empfehlenswert! Das Pilgeressen, Wein, Armagnac (typischer Weinbrand), Spitze!

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36. Etappe: Von Lamothe nach Nogaro
Komme erschöpft in Nagora an. Radfahrer spenden mir einen Drink, immer eine nette Willkommensgeste !
Im naheliegenden Aérodrome findet ein Autorennen statt. Mich aber interessiert mehr der kleine Flughafen in direkter Nachbarschaft.
Übernachtung in der neuen Gite communal, im Zweibettzimmer alleine, Anmeldung unfreundlich, Frühstück gibt es am Vortag bei der Anmeldung
Treffe wieder Inge (65), eine sehr gute Geherin und den Japaner aus Tokio, mit dem ich mich über den Buddhismus unterhalte
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37. Etappe: Von Nogaro nach Aire sur L'Adour

Zum Schluss langer Weg entlang einer Eisenbahn.
Übernachtung in der Gite communal, sehr gemütlich, hab mich dort gut erholt. Zweibettzimmer allein.
Die Gite wird von einem Geschwisterpaar betreut, das alle Problem der Pilger zu lösen versucht. Gegenüber gibt es ein sehr gutes, preiswertes Pilgeressen

Sehr schöne Gíte, sehr gemütlich. Treffe wieder Inge.

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38. Etappe: Von Aire sur L'Adour nach Arzacq-Arraziguet

Zwei Höhepunkte:
Chapelle Sensacq auf der grünen Wiese
Kirche St. Barthélémy in Pimbo

Übernachtung in der Gite/Centre d´accuell: 22 Euro für Übernachtung mit Abendessen (sehr reichlich) und Frühstück
6 Bett Zimmer belegt, sympathisches Ehepaar aus Kanada; kein Schnarcher oder vielleicht ich nach dem guten Wein !

Michael und Monika, schön, euch getroffen zu haben!

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39. Etappe: Von Arzacq nach Arquez de Béarn
Regentag !
Übernachtung in der Gite communal, neu aber etwas hellhörig. Anmeldung im Rathaus. Nette Bürokraft löst geduldig mein kleines Problem
Patenstadt von Bogen
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40. Etappe: Von Arquez de Béarn nach Naverrenx
Wieder leichter Regen !
Wanderung über Wiesen, wenig Wälder und Weiden
Navarrenz ist eine alte Stadt mit historischen Gebäuden: Pulverturm, Kaserne, Zeughaus und Alchemiehaus (?)
Übernachtung in der Gite communaux L'Arsenal & Le Foirail neben der Touristeninformation - gut!
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41. Etappe: Von Naverrenx nach Oloron St Marie (Lurbe St Christau)
Verlasse den GR 65 und gehe zum GR 623. Der Weg hat keine Markierung!
Trübes Wetter, hier wäre ein Kompass gut, verlaufe mich, ein Autofahrer bringt mich auf den rechten Weg zurück, bietet mir an, mit ihm nach Oloron mitzufahren, lehne aber ab, bin noch fit.
In Oloron werde ich von zwei Damen angesprochen: "Are you Franz, we are the two Brigittes?" Bei mir dauert es ein wenig, dann weiß ich es; die zwei netten Damen waren in der netten französischen Gruppe von Le Puy nach Moissac, siehe Etappe 19, Bild eins! Das gibt es doch nicht!

Hole mir Infos beim Touristenbüro, ein Mann hilft mir auf Englisch - und fährt mich dann nach St Christau (8 km) gratis
Unterkunft: Hotel Restaurant des Vallés in Lurbe St Christau Tel 0559344001 Empfehlenswert HP 32 Euro
. Nachts starker Regen!.

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42. Etappe: Von Oloron St Marie (Lurbe St Christau) nach Bedous
Gehe den Weg mit einem alten Mann, dieser rät mir vorsichtig zu sein
Schöne Wanderung entlang der Aspe. Eine Strecke bei Lescoude ist rutschig und ein wenig ausgesetzt. Ich suggeriere mir: Augen auf, Füße hoch - es geht sehr gut ohne Stöcke!

Übernachtung in Bedous: Gite le Mandragot. Naja, nicht empfehlendswert! Besser in Accous übernachten!

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43. Etappe: Von Bedous zum Col de Somport

Aufbruch sehr früh: Mein Ziel ist der Col de Somport.Erreiche mein Ziel gegen 14 Uhr.

Als ich am Grenzstein "858 km" meinen Pilgerweg beende, beginnt gerade eine Südtirolerin ihren Jakobsweg! So ist das Leben!

Ich lege mich zur Kapelle und finde: der Pilgerweg hat mir viel gebracht!

Wie gings weiter:
Gegen 16.00 Uhr versuche ich per Anhalter Richtung Oloron zu kommen; Das erste (!) Auto hält und der Fahrer Gilbert fährt mich zum Bahnhof in Oloron. Dort ist der Mann am Schalter überfordert - Bahncard 50 - und will mir eine Karte nach München für 300 Euro verkaufen. Auf meinen Protest (Moissac - München: 140 Euro) rät er mir, das Ticket in Pau zu kaufen. Ich fahre nach Pau und eine Angestellte am Schalter widmet mir mindestens eine halbe Stunde. Sie telefoniert - wird angerufen - und zum Schluss hab ich eine Fahrkarte für 154 Euro

Nochmals: Vielen Dank an Gilbert !

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